"Flaniermeile Friedhof" | Historische Führung im Schatten der Frauenkirche (only German)

Ritter Jonas Daniel

alias Mario Sempf Experimental-Archäologe und Buchautor 

Termine | Preis (17:00 h bis 18:30 h)

26.06.2019 | 31.07.2019 | 28.08.2019 | 25.09.2019
20,00 € für Führung und Abschiedsschmaus

Muhme Hedwig

alias Yvonne Sieradzki, Restaurant- und Shop-Leiterin bei Johannas Colonialwaren 

Es gibt kaum einen anderen Ort in Dresden...

...mit einer bewegteren Geschichte, als jene, vom Neumarkt mit seiner Frauenkirche. Noch bis ins 16. Jahrhundert diente der freie Platz um die Kirche zu unseren lieben Frauen als Begräbnisplatz für die Dresdner Bevölkerung. Nicht jeder von ihnen konnte sich zu Lebzeiten etwas auf die hohe Kante legen. Davon zeugen tausende einfachste Begräbnisaushübe, in die man die wenig gut betuchten Dresdner mit Leichenhemd und Holzkreuz auf der Brust im Boden vergrub. Die kleine Stadt an der Elbe verließ der Reisende damals über einen gewaltigen Befestigungsbau, den man Barbarkane nannte. Wassergräben mit Holzbrücken davor schützten die Bürger vor ungeliebten Besuchern und davon gab es mehr wie genug. 

Waren es zu Beginn des 15. Jahrhunderts die Hussiten, die wütend vor den Stadttoren mit ihren Sensen und Dreschflegeln herum klirrten, so setzte der „Alte Friedrich“ von Preußen über zwei Jahrhunderte später dem kriegerischen Treiben die Krone auf, als er die sandsteinerne Kuppel der prachtvollen Frauenkirche aus reiner Zerstörungslust mit Kanonen beschießen ließ.

Gerade in der Ära des Barock ging es hier zu wie im Taubenschlag: während vor den schlichten Bürgerhäusern Fleisch, Fisch und andere Waren feilgeboten wurden, exerzierten die Soldaten militärisch stramm vor dem Johanneum. Auch die öffentliche Gerichtsbarkeit war hier vertreten, um zu bestrafen und abzuschrecken. Da wurden Gliedmaßen und Ohren abgetrennt und an den hölzernen Galgen genagelt. Vielleicht konnte der Reisende sogar einen Dieb auf dem Schandesel sitzen sehen und sich an dessen schmerzverzerrtem Gesicht ergötzen oder mitfühlen.


Nein, langweilig wurde es hier keinem! Dieser Neue Markt lief dem Alten Markt (Altmarkt) auf der anderen Straßenseite in Windeseile den Rang ab. Auch an absurden und schaurigen Ereignissen.

Danke!

An die Archäologische Gesellschaft in Sachsen e.V. (AGiS) und den ALWIS-Verlag für die tatkräftige Unterstützung. Ohne beide wäre das Projekt nicht möglich gewesen.


 Lesereihe "Johanna liest" | Teil 3 (only German) 

05.06.2019 | 19:00 h | 10,00 €

Blutiges Erbe in Dresden. Ein neuer spannender Dresden-Thriller von Vicotria Krebs! Ein angesehener Antiquitätenhändler wird in seinem Geschäft in der Dresdner Neustadt tot aufgefunden - gefoltert, stranguliert und mit Nägeln an seinem Schreibtisch fixiert. Ein zweiter Mord findet in einem Gourmetrestaurant ausgerechnet vor den Augen der Kommissarin Maria Wagenried statt. Ein Gast wird erschossen. Nichts scheint die Morde zu verbinden bis auf eine Gemeinsamkeit: Beiden Opfern fehlt ein Stück Haut im Nacken...

04.09.2019 | 19:00 h | 10,00 €

Kaddi Cutz (Slam-Poetin und Dresdner Stadtmeisterin im Poetry-Slam) liest aus ihrem Buch „Voll viel Geräusch“.

Wenn das eigene Leben zu laut geworden ist, dann ist es allerhöchste Zeit, auf stumm zu schalten und einfach mal still zuzuhören: Ob in der Bahn mit anarchistischen Fahrkartenkontrolleuren, beim Schuhekaufen mit widerspenstigen Heimkindern, als Fußball hassende Tauschmutti in einer Kickerfamilie, beim Date mit Ronnys und Dynamo-Ultras oder als unfreiwilliger Gast einer obskuren Motto-Party zur Aufarbeitung von Kindheitstraumata – Krach und Krawall überall. Oft hilft dann bloß: Ohren zu und tief durchatmen, möchte man lieber von Zuckerwatte in Paris träumen, sich mit den Tücken des Sozialarbeiter-Daseins auseinandersetzen oder auch einfach nur mal wieder seine Tassen im Schrank auf Vollständigkeit überprüfen.
Und was macht die Liebe?, fragst du. Die Liebe, sage ich, die Liebe steht in der Küche. Und macht Schnaps.



 Unsere Lesereihe "Johanna liest" | Teil 2  (only German) 

04.04.2019 | 19:00 h | 15,00 €

Jens-Uwe Sommerschuh liest aus seinem Roman "Carcassonne" in Begleitung erlesener Weine von Schloss Wackerbarth. 

Frankreich im Juli. Im Nachtzug trifft ein Mann, der auf der Flucht in Richtung Süden ist, auf eine eigenwillige junge Frau. Gemeinsam steigen sie in Avignon aus und werden prompt Zeugen eines Überfalls, bei dem eine Tasche zurückbleibt. Diese mitzunehmen, erweist sich als verhängnisvoller Fehler, denn nun ereignet sich ein merkwürdiger Zwischenfall nach dem anderen. 

Zu Schloss Wackerbarth: Die feine sächsische Art zu genießen − sie ist tief verwurzelt in der Geschichte von Schloss Wackerbarth. Darüber hinaus ist Genuss auch ein wichtiger Teil sächsischer Identität. Wir kultivieren dieses Erbe und geben ihm einen zeitgemäßen Charakter: mit dem Erlebnis »Schloss Wackerbarth«! Und dieses Erlebnis hat viele Facetten: Ambiente, Wein, Sekt, Speisen, Kultur und Events.

07.03.2019 | 19:00 h | 10,00 €

Slam-Poetin und Radio-Moderatorin Franziska Wilhelm liest ihre schönsten Slam- und Survivaltexte. 

Wenn es nach Franziska Wilhelm ginge, gäbe es nicht nur ein Bundesverdienstkreuz für besondere, sondern auch eins für ganz normale Leistungen. Denn seien wir mal ehrlich: Ein normales Leben zu ertragen und durchzustehen, wird in dieser Welt immer schwieriger. 



Unsere Lesereihe "Johanna liest" | Teil 1 (only German)

23.01.2019 | 19:00 h | 10,00 €

Dorit Walczak, Ur-Dresdnerin und Sprachgenie, liest Lene Voigt: Was Sachsen sin von echtem Schlaach.

Wir laden ein zu einer kurzweiligen Lesung mit Texten der sächsischen Mundartdichterin Lene Voigt in sächsischer Mundart (Gedichte und Prosatexte) - dazu einiges über ihr Leben. Musikalisch begleitet wird Sie von Philipp Richter, Student der Geographie und Frontmann der Rockband "Just Jake".

14.02.2019 | 20:00 h | 10,00 €

Francis Mohr liest aus seinem Kurzprosa-Band "Hotel A_Toria". 

Der Stoff liegt auf der Straße, man muss sich nur krümmen, meint Francis Mohr. Aus sensiblen und skurrilen Textfäden webt Mohr seine Kurzgeschichten, tiefsinnig und humorvoll, die den Kontakt zur Wirklichkeit nie verlieren und dennoch fiktiv sein können. Seine Storys dampfen durch die „Goldene Achse“ des Ostens (Leipzig – Dresden – Berlin) und darüber hinaus.