Johannas grüner Salon (only German)

13.08.2019 | 19:30 h | Eintritt frei

Daniel Kinderman spricht über: "Dynamik, Wachstum und Konflikt – Die Mobilisierung der Wirtschaft gegen den neuen Rechtspopulismus."

 

Diskussionsabende und Lesungen aus Dresden


04.09.2019 | 19:30 h | Eintritt 10 €

Kaddi Cutz liest aus: "Voll viel Geräusch."

Johannas grüner Salon

25.09.2019 | 19:30 h | Eintritt frei

Götz Ahmelmann spricht über: 

"Flughafen Dresden – Regionalflughafen oder Potenzial für mehr?"

 

08.10.2019 | 19:30 h | Eintritt 10 €

Jens-Uwe Sommerschuh liest aus: "Tarantella."


16.10.2019 | 19:30 h | Eintritt frei

Nilsson Samuelsson spricht über: 

"Der Neumarkt in Dresden 
– mehr als nur Barock und Glanz?"

Johannas grüner Salon

06.11.2019 | 19:30 h | Eintritt 10 EUR

Dorit Walczak liest aus: 

 "Grimms Märchen auf sächsisch (Lene Voigt)."

 

13.11.2019 | 19:30 h | Eintritt frei

Matthias Meisner spricht über: 

"Ständige Ausreise - Schwierige Wege aus der DDR."


19.11.2019 | 19:30 h | Eintritt 10 EUR

Victoria Krebs liest aus: 

"Blutiges Erbe in Dresden."

"Flaniermeile Friedhof" | Historische Führung im Schatten der Frauenkirche

Ritter Jonas Daniel

alias Mario Sempf Experimental-Archäologe und Buchautor 

Termine | Preis (17:00 h bis 18:30 h)

26.06.2019 | 31.07.2019 | 28.08.2019 | 18.09.2019 | 25.09.2019
20,00 € für Führung und Abschiedsschmaus

Muhme Hedwig

alias Yvonne Sieradzki, Restaurant- und Shop-Leiterin bei Johannas Colonialwaren 

"Flaniermeile Friedhof" | Es gibt kaum einen anderen Ort in Dresden...

...mit einer bewegteren Geschichte, als jene, vom Neumarkt mit seiner Frauenkirche. Noch bis ins 16. Jahrhundert diente der freie Platz um die Kirche zu unseren lieben Frauen als Begräbnisplatz für die Dresdner Bevölkerung. Nicht jeder von ihnen konnte sich zu Lebzeiten etwas auf die hohe Kante legen. Davon zeugen tausende einfachste Begräbnisaushübe, in die man die wenig gut betuchten Dresdner mit Leichenhemd und Holzkreuz auf der Brust im Boden vergrub. Die kleine Stadt an der Elbe verließ der Reisende damals über einen gewaltigen Befestigungsbau, den man Barbarkane nannte. Wassergräben mit Holzbrücken davor schützten die Bürger vor ungeliebten Besuchern und davon gab es mehr wie genug. 

Waren es zu Beginn des 15. Jahrhunderts die Hussiten, die wütend vor den Stadttoren mit ihren Sensen und Dreschflegeln herum klirrten, so setzte der „Alte Friedrich“ von Preußen über zwei Jahrhunderte später dem kriegerischen Treiben die Krone auf, als er die sandsteinerne Kuppel der prachtvollen Frauenkirche aus reiner Zerstörungslust mit Kanonen beschießen ließ.

Gerade in der Ära des Barock ging es hier zu wie im Taubenschlag: während vor den schlichten Bürgerhäusern Fleisch, Fisch und andere Waren feilgeboten wurden, exerzierten die Soldaten militärisch stramm vor dem Johanneum. Auch die öffentliche Gerichtsbarkeit war hier vertreten, um zu bestrafen und abzuschrecken. Da wurden Gliedmaßen und Ohren abgetrennt und an den hölzernen Galgen genagelt. Vielleicht konnte der Reisende sogar einen Dieb auf dem Schandesel sitzen sehen und sich an dessen schmerzverzerrtem Gesicht ergötzen oder mitfühlen.


Nein, langweilig wurde es hier keinem! Dieser Neue Markt lief dem Alten Markt (Altmarkt) auf der anderen Straßenseite in Windeseile den Rang ab. Auch an absurden und schaurigen Ereignissen.

Danke!

An die Archäologische Gesellschaft in Sachsen e.V. (AGiS) und den ALWIS-Verlag für die tatkräftige Unterstützung. Ohne beide wäre das Projekt nicht möglich gewesen.